Im ersten Teil unseres Ausfluges ans ESAF Glarnerland+ erhielten wir eine spannende Einführung in die Organisation dieses gigantischen Events: 191 OK-Mitglieder – davon 90% ehrenamtlich Engagierte – arbeiten seit über zehn Jahren an der Realisierung. Nach der Kandidatur 2015 folgten viereinhalb Jahre Detailplanung. Rund 350’000 Besucherinnen und Besucher werden erwartet. Ein ausgeklügeltes Verkehrskonzept soll einen Kollaps verhindern. In einem «Crashkurs» lernten wir auch die wichtigsten Regeln des Schwingsports.
Ausgestattet mit Helm, Leuchtweste und Audio Guide folgte der Rundgang über das riesige Festgelände auf dem Flugplatz Mollis. Fredi Schättin, unser engagierter Begleiter, führte durch beeindruckende Fakten: 180 Stände entlang der Festmeile und eine gigantische Logistik (Beispiele: 70 Kilometer im Boden verlegte Leitungen für Kanalisation, Strom, Medien; 80’000 Bodenplatten, die Kosten von rund 3 Mio. Franken verschlingen). Insgesamt 8’500 Helfer stehen im Einsatz. Auch die Verpflegung ist rekordverdächtig – u.a. 450’000 Würste und 270’000 Liter Bier sind eingeplant. Und es gibt zwei Weltrekorde zu verzeichnen: die grösste bewegliche Arena der Welt (6 Tribünen, Durchmesser: 250 Meter, Höhe: 17,5 Meter, Gewicht: 3’000 Tonnen!, 250m3 Sägemehl) sowie das grösste Holztier der Welt: der MuniMAX, der unabhängig vom ESAF finanziert/gestiftet worden ist!
Nach der Baustellenführung schloss sich ein geselliges Abendessen im Glarner-Zelt an, bei dem wir von OK-Präsident Köbi Kamm herzlich begrüsst wurden. An diesem eindrücklichen Anlass wurden die Dimensionen und die Begeisterung hinter dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest eindrücklich vor Augen geführt.