Michael Marty, ehemaliger wissenschaftlicher Berater des Chefs der Armee, früherer Stabschef der Kantonspolizei Schwyz und seit 2024 Experte für Krisen- und Notfallmanagement bei der Axpo Group, zeigte in seinem Referat auf, wie zentral Vorbereitung und Führung für die Versorgungssicherheit bei kritischen Infrastrukturen sind. Anhand eines Blackout-Szenarios verdeutlichte er, dass Stromausfälle nicht nur technische, sondern gesamtgesellschaftliche Krisen darstellen.
Axpo leistet als grösste Schweizer Stromproduzentin einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit, steht jedoch – wie die gesamte Schweiz – vor wachsenden Herausforderungen durch steigenden Strombedarf, strukturelle Veränderungen und vielfältige Risiken (Klima-/Umweltgefahren, technische Ausfälle, Sabotage, Angriffe, etc.). Entscheidend sei daher ein professionell aufgebautes Krisenmanagement mit klaren Zuständigkeiten, Redundanzen und regelmässigem Training.
Abschliessend betonte Marty, dass Sicherheit nicht allein Aufgabe von Staat oder Unternehmen ist. Voraussetzungen für eine "umfassende Sicherheit" sind verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger, Engagement im Milizsystem, Solidarität und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Das Referat war damit - ganz im rotarischen Sinne - auch ein Plädoyer für gelebte Mitverantwortung und Solidarität.